Insolvenz muss nicht immer die Lösung sein



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Viele Schuldner denken, wenn Sie an eine Lösung ihres Problems denken, zuerst an eine Insolvenz. Das heißt, die eigene Zahlungsunfähigkeit zu erklären und nach wenigen Jahren alle Schulden (bis auf wenige Ausnahmen) los zusein. Doch es gibt auch andere Lösungswege, welche für Gläubiger und Schuldner weitaus eleganter sind. Hierzu gehören unter anderem Gläubigervergleiche oder einfache Zahlpläne. Denn nicht immer ist gar kein Geld mehr da. Sondern das vorhandene Geld reicht nur nicht aus, die Schulden sofort im Ganzen zu begleichen. Bei einer Insolvenz bekommen die Gläubiger in der Regel nur wenig von ihrem geforderten Geld zurück. Mit Zahlplänen und Gläubigervergleichen lassen sich teilweise Rückzahlsummen von über 70 Prozent der Schuldenmenge realisieren.

Insolvenz hat auch Nachteile

Neben dem negativen Image, mit welchem eine Insolvenz einher kommt, gibt es weitere Nachteile und unangenehme Punkte. So können Insolvenzen zu Kündigungen von Krediten oder Konten führen. Außerdem fällt es mit einer Insolvenz deutlich schwerer eine Wohnung zu finden. Hinzukommen ein Schufaeintrag, welcher auch Jahre nach der Insolvenz noch bestehen bleibt oder die Information des Arbeitgebers über die Situation des Schuldners. Über das gesamte Verfahren hinweg muss sich der Schuldner komplett offen legen.

Alternativen zur Insolvenz

Hierzu zählen unter anderem der Gläubigervergleich und ein einfacher Zahlplan. Denn ehe der Gläubiger gar kein Geld mehr sieht, ist er oftmals einverstanden mit Teilrückzahlungen welche auch gern einmal über mehrere Jahre hinweg organisiert werden können. Eine erste Bereitschaft, seine Schulden auch tatsächlich zurückzuzahlen, signalisiert ein Schuldner am besten, indem er eine professionelle Schuldnerberatungsstelle aufsucht und das den Gläubigern auch mitteilt. Denn unter professioneller Anleitung fällt es meist leichter die Rückzahlung der Schulden zu organisieren. Regelmäßige Termine mit Schuldnerberatern und der Schuldnerberater als Vermittler zwischen Schuldner und Gläubiger führen meist zu einem sehr guten Ergebnis.

In vielen Fällen können die Schulden sogar zu 100 Prozent zurückgezahlt werden. Vor allem dann, wenn der Schuldner eigentlich genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hat und nur mit Geld nicht umgehen kann. Dieser Fall tritt öfter ein, als gedacht. Denn viele Menschen haben nie gelernt, mit Geld umzugehen. So geraten immer mehr junge Menschen in die Schuldenfalle, wie zahlreiche Medien vermehrt berichten (zum Beispiel hier).

Fazit

Viele Menschen haben Schulden. Das ist ein Fakt. Und in Berlin ist mittlerweile schon jeder achte überschuldet. Wichtig hierbei ist, richtig mit diesem Problem umzugehen. Und hierzu gehört vor allem ein frühes Handeln. Häufig reagieren Schuldner eher gegenteilig auf ihre finanziellen Probleme. Sie öffnen Briefe nicht mehr, gehen nicht ans Telefon und ignorieren Rechnungen und Mahnungen. Dieses Verhalten führt jedoch nur zu mehr Schulden.

Bildquelle: Stress | ollyi | photodune.net

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