Eigene Schuldenhöhe wird oftmals falsch eingeschätzt



schuldenhöhe

Menschen mit Schulden haben häufig das Problem, dass sie gar nicht mehr genau wissen, wie hoch die eigenen Schulden eigentlich sind. Je höher hierbei die geschätzte Schuldensumme ist, desto höher wird die Differenz zum eigentlichen Schuldenbetrag. Hat eine Person ca. 5.000 Euro Schulden nach eigener Schätzung, so sind es oftmals mehr als 7 oder 8.000 Euro Schulden. Beträgt der Schuldenberg laut Schuldner geschätzt einen deutlich höheren Betrag von ca. 100.000 Euro, so liegt der wahre Betrag oftmals deutlich drüber und kann zwischen 150.000 und 200.000 Euro liegen. Dies hat mehrere Gründe.

Zinsen und Mahngebühren werden vernachlässigt

Zu den Netto-Schulden kommen immer noch fällige Zinsen und Mahngebühren hinzu. Diese werden jedoch oftmals vernachlässigt, weil mit der Zeit die Rechnungen und Mahnungen gar nicht mehr geöffnet werden. Es sind also nur noch die anfänglichen Schuldenbeträge bekannt, welche durch Zinsen und Mahngebühren nach mehreren Jahren leicht ein vielfaches von der ursprünglichen Schuldenhöhe betragen können.

Durchschnittliche_Schuldenhohe_eines_Schuldners (1)

Weitere Schulden kommen hinzu

Zu den Zinsen und Mahngebühren auf dem Schuldner bekannte Beträge kommen oftmals neue Schulden hinzu. So kommt es bei Selbständigen oftmals zu hohen Schulden gegenüber dem Finanzamt, welche erst nachträglich eingefordert werden. Durch die Problematik des Ignorierens von Schreiben und Post gehen oftmals auch ganze Forderungen gegenüber dem Schuldner einfach unter.

Verfahrenskosten und sonstige Gebühren

Kommt es zu teureren Gerichts- oder Insolvenzverfahren (Insolvenz muss nicht immer die Lösung sein), so müssen auch diese Kosten vom Schuldner getragen werden. Hinzu können Strafgebühren jeglicher Art kommen.

Ständige Lebenshaltungskosten

Neben den aktuellen Forderungen stehen immer die laufenden Ausgaben, auf welche nicht verzichtet werden kann. Hierzu gehören vor allem Lebensmittelkosten, Miete, Energiekosten oder Ausgaben für Kleidung und sonstige Gebrauchsgüter. Um diese zu finanzieren, müssen Schuldner meist noch mehr Schulden auf sich nehmen.

Fazit

Das Hauptproblem für das Bestimmen der wirklichen Schuldenhöhe ist die mangelnde Information des Schuldners. Dieser wurde oftmals im Vorfeld auch einfach nicht ausreichend über mögliche Gebühren und Zinsen aufgeklärt bzw. hat diese schlichtweg wieder vergessen oder ignoriert. Um die wirkliche Schuldenhöhe gerade bei vielen Gläubigern und höheren Summen bestimmen zu können, bedarf es in der Regel professioneller oder zumindest Hilfe Dritter.

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