Unternehmensinsolvenzen gehen 2015 weiter zurück

Unternehmensinsolvenzen gehen Gut 15 Prozent weniger Insolvenzen bei Unternehmen meldeten die deutschen Amtsgerichte im ersten Quartal 2015. Noch im Dezember war die Zahl der Insolvenzen im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Dieser Trend wurde nun gestoppt, die neue Entwicklung könnte sich positiv auf den Markt und auf die Motivation von anderen kleinen und mittleren Betrieben auswirken.

Amtsgerichte melden fallende Zahlen

Die deutschen Amtsgerichte hatten im Januar 2015 erfreuliche Nachrichten zu melden. Insgesamt haben 1.739 Unternehmen ihren Betrieb aufgegeben und mussten Insolvenz anmelden. Das waren 15,4 Prozent weniger als noch im Januar 2014, sofern man die Zahlen des Statistischen Bundesamts ansetzt. Im Dezember 2014 waren die Zahlen im Vergleich zum Dezember 2013 mit 8,1 Prozent noch erheblich höher. Auffallend ist allerdings der positive Trend zum Rückgang der Insolvenzen, denn seit November 2012 waren durchgehend weniger Insolvenzen im Vergleich zum entsprechenden Monat des Vorjahres zu vermelden. Nur im September 2014 kam es mit einem Anstieg von 2,7 Prozent einmalig zu einer höheren Zahl an Insolvenzen als im Vorjahr.

Das Baugewerbe als Herausforderung

Die Baubranche erweist sich für kleine und mittlere Unternehmen offenbar als besondere Herausforderung. Im Januar 2015 waren dort mit 298 Fällen die größten Mengen an Insolvenzen zu vermelden. Gleich dahinter kommt der Handel einschließlich der Instandhaltung und der Reparatur von Fahrzeugen, hier mussten 297 Unternehmen ihren Antrag einreichen. Bei der Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sah es etwas besser aus, hier mussten 202 Anträge auf Insolvenz bearbeitet werden. Nach aktuellem Stand belaufen sich die Forderungen der Gläubiger nach Meinung der Amtsgerichte im Januar auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Im Januar 2014 lag diese Zahl mit 2,6 Milliarden Euro deutlich höher. Hier macht sich nicht nur die Reduzierung der absoluten Zahlen bemerkbar, offenbar sind die Unternehmen beim Einreichen des Insolvenzantrags auch weniger schuldenbelastet.

Auch Kleinunternehmen sind betroffen

Zu den Unternehmensinsolvenzen kamen Anträge von Verbrauchern in Höhe von 6.397 Fällen hinzu. Hier handelte es sich um selbständig Tätige, die ihren Betrieb als Kleinunternehmen geführt hatten und die diesen nicht erfolgreich aufrecht erhalten konnten. Stattdessen blieben nur die Regelinsolvenz oder die Verbraucherinsolvenz übrig. Hier wurden 1.645 Fälle gemeldet, auf natürliche Personen als Gesellschafter entfielen 71 Fälle. Registriert wurden zusätzlich 227 Nachlass- und Gesamtgutinsolvenzverfahren. Damit macht die Summe aller Insolvenzanträge von privaten Schuldnern im Januar 2015 also 8.340 Fälle aus. Im Vergleich zum Januar 2014 ist dies ein Rückgang von 11,9 Prozent. Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung sind nach Ansicht der Schuldnerberatungen schwer zu ermitteln. Offenbar ist es der positiven wirtschaftlichen Entwicklung am Markt geschuldet, dass viele Unternehmen besser bestehen können. Gerade Kleinunternehmen behaupten sich demnach recht erfreulich am Markt und können in der schwierigen Phase nach der Unternehmensgründung recht erfolgreich bestehen.

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