Kfz-Branche mit weniger Insolvenzen

Kfz-Branche mit weniger InsolvenzenIm Vergleich zum Januar 2014 ist die Zahl der Insolvenzen im Kraftfahrzeughandel im Januar 2015 etwas zurückgegangen. Das Statistische Bundesamt hat die Menge der Insolvenzen in der Sparte „Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen“ zwar mit einer leichten Erhöhung von acht Prozent angegeben, doch deutliche Anstiege gab es nur beim Handel mit Fahrzeugteilen, bei Waschanlagen und die Zweiradbetrieben. Im Bereich Service blieben die Zahlen konstant. Das heißt, in der Kfz-Branche zeigt sich offenbar bei den Serviceunternehmen und bei den Händlern ein differenziertes Bild.

Autohandel und Lackierer haben Bestand

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamts ist die Menge der Kfz-Händler in wirtschaftlichen Schwierigkeiten im Januar 2015 auf nur noch 22 gesunken. Unter den Werkstätten blieb die Zahl mit 14 Betrieben konstant, unter den Lackierbetrieben ging die Menge sogar auf eine Nennung im Vergleich zu drei Insolvenzen im Vorjahr zurück. Einen Anstieg der Insolvenzen war bei den Waschbetrieben ohne zusätzlichen Service zu verzeichnen, hier stieg die Zahl der Unternehmen von einer auf vier Firmen an. Ähnlich hoch war der Anstieg bei den Teilhandelsunternehmen, hier gab es eine Steigerung von sieben Insolvenzanträge auf 11 Anträge. Im Jahr 2014 hatte man insgesamt einen leichten Rückgang der Insolvenzzahlen in der Kfz-Branche festgestellt, dieser Trend zeigt sich im Januar 2015 offenbar als recht belastbar. Doch was bedeutet diese Tendenz nun für die Branche, und wie können sich Unternehmen in der Kfz-Branche vor einem negativen wirtschaftlichen Trend schützen, bevor dieser in die Insolvenz führt?

Teilehandel und Waschanlagen in Schwierigkeiten

Auffallend ist der negative Trend für Unternehmen, die sich dem Handel mit Fahrzeugteilen oder dem Betrieb von Waschanlagen verschrieben haben. Hier ist ein verstärkter Anstieg der Insolvenzen festzustellen. Offenbar machen andere Betriebe mit zusätzlichen Serviceleistungen eine bessere Arbeit, denn sie scheinen am Markt konstant zu bestehen. Es sieht so aus, als sollte der Kunde ein recht breites Spektrum an Leistungen aus einer Hand wünschen. Das wäre offenbar eine valide Erklärung, warum Unternehmen ohne weitere Serviceleistungen recht schlecht abschneiden. Die Betreiber von Waschanlagen könnten also gut beraten sein, ihren Service auszubauen, um für die Kunden dadurch wieder attraktiver zu werden.

Teilehandel wird von Onlinemarkt bedroht

Der Teilehandel dürfte sich dagegen verstärkt gegen den Onlineversand im Internet zur Wehr setzen müssen. Dieser könnte zunehmend zur starken Konkurrenz für den Kauf vor Ort werden. Dies gilt vor allem, wenn ein Käufer sich gut auskennt und keine Beratung für den Kauf benötigt. Wer dann weiß, welches Produkt er benötigt, kann einen Teilekauf problemlos online tätigen und spart dabei noch erheblich an Geld. Diesem Trend müssen sich die Teilehändler zunehmend stellen, wenn sie weiterhin Bestand am Markt haben wollen. Der Gang zur Schuldnerberatung kann für ein Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage zwar eine Lösung sein, doch er wird nicht die Entwicklung einer maßgeschneiderten Strategie ersetzen.

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